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Wie schon erwähnt, bin ich am 1. April meinen ersten Halbmarathon gelaufen und obwohl ich schon an mehreren Berliner Marathon und Halbmarathon Veranstaltungen (mit InlineSkates) teilgenommen habe, war es ein Erlebnis der besonderen Art.
Es ist schon ein Unterschied, ob man mal die Gelegenheit nutzt mit 10.000 Anderen eine Stadtrundfahrt durch Berlin zu machen oder ob man ohne Not 21 km durch die City hechelt. Laufen ist doch deutlich anstrengender. Zumal ich es bis November 2006 gar nicht wusste, dass man auch ohne Ball laufen kann.
Die Veranstaltung selbst war wie immer super organisiert, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass man an DIXIs gespart hatte. Der Drang Andrang waren enorm, man lernte sich kennen und verdrückte verbrachte auf diese Weise die Zeit bis zum Start zu mindestens nicht allein.
10:45 war Start für die Läufer (Skater, Rollies, PowerWalker und FunLäufer waren da längst unterwegs oder schon zu Haus) und nur 10 min später war auch ich über die Startlinie gestolpert. Ja gestolpert. Anders kann man das nicht nennen. Das Geschiebe war so groß, dass auch noch bis KM5 nur diese niedere Form der Fortbewegung möglich war. Übrigens beim Chase Lauf in Frankfurt, wo ca. 62.000 Teilnehmer starten, wartet man sogar 30-45 min bevor man die Startlinie passieren kann.
Sehr angenehm war es, dass man (anders als beim Marathon 2006) regelmäßig Schilder aufgestellt hatte, die einem mitteilten, dass man schon sooo weit gelaufen war. Eigentlich hatte ich ja zu diesem Zweck meiner Holden ein Nike+ iPodSportskit geschenkt, das ich dann fast ausschließlich allein nutzten sollte. Dieses Teil sollte mich nicht nur mit fetzigen 120 Beats/Min nach vorn peitschen, sondern mir auch mitteilen, wie schnell ich bin und wie weit es noch ist. Das ging aber irgendwie in die Hose. Beim Training hatte ich nie die Strecke auf “Halbmarathon” gestellt, die Anleitung habe ich nicht gelesen und so wusste ich auch nicht, dass der Halbmarathon bei Apple und Nike in Meilen berechnet wird. Das brachte mich schon beim Start völlig aus dem Konzept. Bis ich das kapiert und akzeptiert hatte war der Start erfolgt und ich unterm Brandenburger Tor durch. Ich kann also nicht sagen, ob das Dingen genau misst oder nicht. Meine Geschwindigkeit konnte ich zwar nicht genau bestimmen (wusste plötzlich nicht wie lang eine Meile wohl ist), ob ich schneller oder langsamer wurde aber schon. Auch meine PolarPulsUhr hatte sich irgendwann wieder gefangen und zeigte mir (hoffentlich) meinen Puls an. Denn obwohl das Teil OwnCode verspricht, hatte ich Anfangs entweder 230 oder 0 Herzfrequenz. Ich weiß, man soll die Messung starten, wenn keine anderen Uhren in der Nähe sind. Das hätte ich dann aber schon am Freitag in Marburg tun müssen. Berlin war am Wochenende jedenfalls fest in der Hand von Polar und dieser Tipp Müll.
Der Lauf an sich war klasse, das Wetter riesig, die Schlangen am Verpflegungspunkt auch. Zwar hatte ich auf “Verpflegungsunabhängigkeit” trainiert aber im Winter. In Berlin waren es plötzlich 18-19°C und in der Sonne noch mehr. Da muss auch der trockenste Bonsai mal an den Hahn. Das war dann wieder so ein Punkt wo man Zeit und Kraft verlor. Überhaupt ist es in einer solchen Horde/Masse nur bedingt möglich seinen Rhythmus zu finden.
Am Ende war ich dann doch erstaunt, dass ich nicht noch länger als 2:10 h gebraucht habe. Nächstes Jahr starte ich dann aber mit mehr Erfahrung und werde die 2h bestimmt unterbieten, glaube ich.
Ein paar Bilder gibts auf Flickr.com.










